Satzanbau

Das Bild zeigt ein Minihochbeet mit Radieschen, Tiny Bok Choi, Salat und Knoblauchgras

Satzanbau ist der Garant für eine reiche Ernte

Was bedeutet Satzanbau? Ist das für mich geeignet? Wie funktioniert das? Und vor allem … wie aufwändig ist das? All diese Fragen beantorte ich dir in diesem Blogartikel.

Das Bild zeigt ein Minihochbeet mit Radieschen, Tiny Bok Choi, Salat und Knoblauchgras

Satzanbau ist eine einfache, aber sehr effektive Methode ständig Ernten zu können. Es bedeutet, dass man bestimmte Gemüsekulturen nicht einmal anbaut und dann einmal erntet, sondern mehrmals anbaut und mehrmals erntet. Dadurch hat man nicht auf einmal zuviel von einem Gemüse, sondern eine kontinuierliche Versorgung.

Als Beispiel kann man, vor allem im Frühling, Radieschen alle 2-3 Wochen anbauen, aber auch andere schnell wachsende Kulturen, wie Tiny Bok Choi, oder Pflücksalate. Dabei nimmt man kleine Flächen, oder auch solche, die zwischen anderen Kulturen gerade frei werden und sät immer wieder aus. Aber nicht so viel auf einmal, sondern eben zeitlich versetzt.

Den Tiny Bock Choi säe ich alle 3 Wochen aus ab Ende Februar unter Vlies, oder im Frühbeet. Radieschen alle 2-3 Wochen. Pflücksalate wachsen langsamer und wenn man die Blätter nimmt und das Herz stehen lässt beim Ernten, dann braucht man nur alle 4-5 Wochen neu auszusäen, oder auch auszupflanzen. Auch alle Asiasalate lassen sich so beernten und daher im selben Intervall aussäen.

Vieles kann man durch Satzanbau immer wieder ernten, wie das Bild zeigt

Was bringt mir das?

Da du immer nur kleine Mengen säst oder pflanzt hast du immer ein wenig Arbeit damit, aber nie zu viel auf einmal. Auch ist die Ernte dann immer frisch. Ich gehe jeden Morgen in den Garten und hole mir frische Radieschen zum Frühstück und sie sind immer jung und knackig. Auch den Salat kann ich ständig beernten, bis er anfängt zu schießen, wenn es zu warm wird.

Du kannst diese kleinen Mengen immer auch zwischen anderen Gemüsekulturen ziehen. Immer, wenn ein Platz im Beet frei wird gibst du wieder eine schnelle Kultur rein. So maximierst du nicht nur deine Ernte, sondern tust auch den Böden in deinen Beeten etwas Gutes. Sie liegen nie brach und können so nicht erodieren. Außerdem trocknen sie weniger schnell aus.

Unterschiedliche Gemüsekulturen im Beet im Satzanbau

Wie genau funktioniert Satzanbau?

Du kannst natürlich nicht nur die erwähnten Frühlingskulturen versetzt aussäen. Ich mache das auch mit Karotten und Kohlrabi. Alles was du kontinuierlich brauchst und nicht die komplette Saison braucht um auszureifen ist dafür geeignet.

Bei Zucchini ist Satzanbau zum Beispiel nicht notwendeig, da die Pflanzen ja den ganzen Sommer lang Früchte produzieren. Auch Kürbisse, Stangenbohnen oder große Kohlsorten bieten sich nicht dafür an, da sie eben im Frühjahr gesetzt werden und erst im späten Herbst geerntet werden.

Gut geeignet für Satzanbau sind folgende Gemüsesorten:

  • Radieschen (Frühling/Herbst)
  • Pflücksalate und Asiasalate (Frühling/Herst)
  • Pak Choi, Bok Choi (Frühling/Herbst)
  • Buschbohnen (Sommer)
  • Erbsen (immer)
  • Mangold (immer)
  • Bundkarotten (immer)
  • Spinat (Frühling/Herbst)

Beachte dabei, dass es Gemüsekulturen gibt, die bei zu großer Hitze im Sommer sofort schießen und in die Blüte gehen. Diese Gemüse baue am Besten im Frühling und im Herbst an, wie in der Liste angegeben.

Probier es aus! Nutze jeden freien Platz in den Beeten. Ich bin sicher es gefällt dir, sobald du einmal damit angefangen hast. Ich freue mich, wenn du mir erzählst, wie es bei dir läuft. Auch wenn du Fragen hast, kannst du mich gerne kontaktieren unter office(a)artengartler.org, oder auch über

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