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Rote Melde
Wie der Name des Blattgemüses schon sagt, ist diese Melde wunderschön rot und ist daher nicht nur ein geschmackliches Highlight auf dem Salat, oder als Spinat, sondern auch ein Hingucker auf den Beeten.
Die Aussaat ist im zeitigen Frühjahr möglich, gleich wenn der Boden nicht mehr gefroren ist, bis in den Juni hinein im Satzanbau für Baby Leaf Salat. Im Herbst, wenn es wieder kühler wird kann man die rote Melde ebenfalls für Baby Leafs nochmals aussäen. Größere Pflanzen ergeben guten Spinat und jede Menge Saatgut. Wenn man sie groß werden lässt, ist es ratsam sie regelmäßig zu beernten, dann wird die Melde buschig und bringt mehr Ertrag.
Auch das Saatgut der Pflanze ist essbar, das haben wir aber noch nicht selbst ausprobiert. Interessant beim Saatgut ist der Umstand, dass Melde zwei unterschiedliche Arten von Saatgut produziert. Die braunen, etwas größeren Samen keimen im ersten Jahr, die kleineren schwarzen im Jahr darauf.
Das Foto zeigt die ausgewachsene Pflanze im Herbst auf meinem Hochbeet. Man sieht auch links oben die fertigen Samenkapseln. Sie sät sich im ganzen Garten selbst aus und so hat man nach ein paar Jahren überall die hübschen Farbtupfer.

Der Geschmack der Blätter ist spinatartig, die Farbe ist auf jedem Salat ein Highlight. Die Samen haben einen leicht nussigen in Richtung Getreide gehenden Geschmack. Sie eignen sich gemahlen zum Strecken von Mehl, wie auch andere Pseudogetreide.
Wir verwenden die Rote Melde fast ausschließlich zu dekorativen Zwecken auf Salat und sind erst 2026 darauf gekommen, dass wir das Saatgut auch in der Küche verwenden können. Daher gibt es noch keine eigenen Rezepte. Aber sie soll sehr gut im Risotto schmecken.
Rucola wild
Der wilde Rucola ist sehr einfach im Anbau und er ist mehrjährig. Wenn man möchte, kann man ihn also einfach überwintern lassen und muss ihn nicht jedes Jahr neu aussäen. Auch tendiert er dazu sich selbst auszusäen, er taucht dann einfach an anderen Standorten von alleine auf.
Aussäen kann man ihn, wie viele andere Blattgemüse bereits im Vorfrühling, also sobald die Schneeglöckchen blühen und der Boden nicht mehr gefroren ist.
Das Bild zeigt die charakteristischen Blätter des Rucola. Wenn die Pflanze älter wird, kann sie im unteren Bereich verholzen und die Blätter werden kleiner und noch kräftiger im Geschmack.

Der wilde Rucola ist aus unserer Erfahrung viel kräftiger und schärfer im Geschmack als seine gezüchteten Varianten, daher essen wir ihn gerne auf dem Salat, als Pesto oder auch zum Kartoffelpüree und im Risotto. Rucola ist exrem wandelbar. Er lässt sich als Würzkraut ebenso verwenden, wie als Salat oder Zutat in einem Essen.
Risotto mit Rucola und Käse
Zutaten für 2 Personen:
- 180 g Risottoreis
- ca. 450-500 ml Brühe
- 40 ml Weißwein
- etwas Tomatenmark
- 1 kleine Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe (optional)
- 20 Cherrytomaten
- 100 g Käse der dir schmeckt
- (Feta, Parmesan, Pecorino, …)
- ca. 25 g Rucola
- Salz, Pfeffer, Olivenöl
Zubereitung:
Zwiebeln und Knoblauch klein hacken, Tomaten vierteln, Rucola hacken, Feta Käse würfeln. Wenn man einen härteren Käse verwendet – Käse reiben. Und hier gibt es eine schöne Variation, falls der Rucola gerade keine Saison hat, oder es schnell gehen soll. Man kann einfach Rucola Pesto verwenden und da es fertig gewürzt ist, braucht man es nur noch unter den Reis mischen.
Ich koche das Risotto im Thermomix, wer keinen hat macht das wie ich früher: Die Brühe warm machen in einem Topf mit Ausgießer am besten. Zwiebeln und Knobaluch in der Pfanne anrösten, Reis dazugeben und Tomatenmark und kurz mitrösten. Dann mit dem Weißwein ablöschen und mit etwas warmer Brühe aufgießen. Immer wieder rühren, damit sich die Stärke aus dem Reis löst. Das gibt dann die „Schlotzigkeit“ vom Risotto.
Immer wieder aufgießen, wenn die Brühe verkocht ist und nach ca. 15 min ist das Risotto fertig. Ich drehe nach 15 min die Hitze ab und koste. Wenn es noch zu al dente ist, schalte ich nochmal kurz ein. Es ist wie bei den Nudeln, besser zu al dente als zu weich. Es braucht etwas Übung für die richtige Konsistenz.
5 min vor Ende der Garzeit die geviertelten Tomaten dazu geben und ganz am Ende den gehackten Rucola und den Käse unterrühren. Garnieren mit ein paar Rucolablättern, gehackten Nüssen oder geriebenem Käse.
Bei der Variante mit dem Pesto – einfach das Pesto am Ende der Garzeit unterrühren und je nach Jahreszeit mit oder ohne Cherrytomaten genießen.

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